Betreutes Wohnen für unbegleitete minderjährige Ausländer

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Betreutes Wohnen für unbegleitete minderjährige Ausländer im Stadtteil St. Gertrud

Betreut werden Unbegleitete Minderjährige Ausländer im Alter von 16 – 18 Jahren  gemäß der Sozialpädagogischen Einzelbetreuung nach § 35 SGB VIII und § 41 SGB VIII.

Aufgrund des Zustrom von Unbegleiteten Minderjährigen Ausländern bedarf es langfristiger Angebote für diese jungen (in der Regel männlichen) Heranwachsenden.

Die Erweiterung unserer Arbeit in Lübeck im Rahmen der Jugendhilfe um eine flüchtlingsspezifische Perspektive ist im Leitbild unseres Vereins begründet. Wir setzen uns für Menschen ein, die am Rande der Gesellschaft stehen, seelisch belastet oder psychisch erkrankt sind und engagieren uns für Integration und Inklusion benachteiligter Personenkreise. Wir treten ein für Menschen, die Multiproblemlagen zu bewältigen und Ungerechtigkeit, Gewalt, Armut und Diskriminierung erfahren haben. Als Verein sieht sich Soliton e.V. der kulturellen Öffnung verpflichtet.

Unsere pädagogischen Fachkräfte besitzen die Fähigkeit, unterschiedliche (auch kulturell bedingte) Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns zu erfassen und zu begreifen, und auch eigene Standpunkte transparent sowie klar zu vermitteln und die jungen Ausländer an die deutsche Kultur und deren Werte heranzuführen. Dies erfordert einen kritischen Umgang mit und Reflexion von Vorurteilen und Stereotypien gegenüber anderen Kulturen und Verhaltensweisen.

Für die Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern stehen zu Beginn der Hilfe oftmals drängende Probleme im Vordergrund, wie z.B. die Klärung/ Einleitung des Asylverfahrens, die ärztliche und psychotherapeutische Versorgung, der Erwerb der deutschen Sprache und anderes. Diese Grundlagen müssen vorrangig in der Betreuung angegangen werden, bevor die Bausteine des betreuten Wohnens und damit die eigentliche pädagogische Arbeit umgesetzt werden können.

Viele dieser Jugendlichen sind vor und während der Flucht Opfer und Zeugen schwerer Menschenrechtsverletzungen geworden (Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und Verfolgung). Sie sind häufig traumatisiert und aufgrund fehlender familiärer Unterstützung besonders schutzbedürftig. Gerne stellen wir daher unsere Kenntnisse und Kompetenzen insbesondere in der Arbeit mit seelisch belasteten, psychisch erkrankten oder traumatisierten Menschen zur  Verfügung.

Unser Ziel ist es, dass diese jungen Menschen im schützenden und unterstützenden Rahmen Vertrauen, Sicherheit und Perspektiven wieder finden. Unser Konzept möchte dazu beitragen, die Rechte dieser jungen Menschen zu wahren und ihr Wohl sicherzustellen.

Außerdem arbeiten wir mit einem großen Netzwerk aller in der Flüchtlingsarbeit tätigen Personen und Institutionen zusammen.

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